Hobbys machen glücklich
Was tun, wenn die Kinder aus dem Haus sind, der Job nicht mehr alles bestimmt – und plötzlich wieder Zeit für dich da ist? Viele Frauen in der Lebensmitte stellen sich genau diese Frage. Die gute Nachricht: Hobbys ab 50 sind nicht nur eine schöne Freizeitbeschäftigung, sondern echte Glücksbooster. Studien zeigen: Wer regelmäßig unterschiedlichen Aktivitäten nachgeht, ist zufriedener, gesünder – und fühlt sich lebendiger.
In diesem Artikel erfährst du, warum gerade Frauen ab 50 vom Ausprobieren neuer Hobbys profitieren, und warum es gar nicht darum geht, perfekt zu sein, sondern einfach anzufangen. Ich teile meine ganz persönlichen Erfahrungen mit über einem Dutzend Hobbys – und zeige dir, wie du deine eigenen Interessen (wieder)entdecken kannst.

Der World Happiness Report 2025
Was machst du, wenn du nicht arbeitest oder dich um Haushalt um Familie kümmerst? Ausruhen? Auf der Coach sitzen und Netflix gucken? Macht dich das glücklich? Werfen wir mal einen Blick in unser nördlichstes Nachbarland. Die Menschen in Dänemark gehören zu den glücklichsten der Welt. Laut World Happiness Report 2025 belegen sie Platz 2. Und das wohl aus einem bestimmten Grund: Sie haben Hobbys. Wirklich viele Hobbys.

Ständig ein neues Hobby zu haben, ist keine Schwäche
Auch ich bin ein Hobby-Lover. Ich bin geritten, habe Tennis und Golf gespielt, fahre Mountainbike und Ski. Bei den musikalischen Aktivitäten kann ich Flöte, Gitarre und Klavier-Erfahrung auf die Liste setzen und im Chor singen. Ich wandere, liebe es in meinem Garten zu arbeiten. Habe Katze und Hund. Ich gehe gern ins Theater und ab und an zum Kunstunterricht. Yoga und Pilates mache ich fast regelmäßig. Joggen auch. Stricken und häkeln habe ich ausprobiert, sind aber einfach nicht mein Ding (braucht noch jemand Wolle? Gerne bei mir melden!).
Ehrlich gesagt, habe ich mit meiner hobbymäßigen Inkonsistent jahrelang gehadert. Meine Mutter auch, die mich schon als Kind immer wieder in verschiedenen Sport- und Musikkursen an- und abmelden musste. Naja, aus dem Ballett wurde ich rausgeschmissen, genau wie aus dem Flötenkreis – weil es die Solos gar nicht gab, die ich getanzt bzw. gespielt habe.

Heute bin ich froh, dass ich so viel ausprobiert habe – und ausprobiere. Gerade bemühe ich mich, das Deutsche Sportabzeichen zu machen. Der 50-Meter-Sprint stellt mich vor eine echte Herausforderung. Aber Weitsprung, Medizinballwurf, Schleuderball, 3.000 Meter-Lauf und den Schwimmnachweis habe ich schon in der Tasche. Irgendwann werde ich die 50-Meterzeit (11,9 Sek.) schon noch knacken…
Was hat das alles jetzt mit den glücklichen Dänen zu tun? Eine ganze Menge.
Glück = Hobbys + Abwechslung
Auch die US-Professorin Marina Cooley machte diese Erfahrung. Beruflich lebte sie eine Zeit lang in Kopenhagen und war fasziniert davon, wie sehr das Leben der Dänen von Freizeitaktivitäten geprägt ist. „Vom Radfahren bis zum Nähen – ich konnte beobachten, wie sie Freude an alltäglichen Dingen fanden“, schreibt sie in einem Beitrag für CNBC.
Zurück in den USA beschloss sie, das Prinzip selbst zu testen – und machte ein Jahr lang 17 verschiedene Hobbys: Vom Sticken über Kaltwasserbaden bis zum Klettern. Obwohl sie berufstätige Mutter von zwei Kindern ist, fand sie Zeit. Wie? Sie gab ihre abendliche „Zwei-Bildschirm-Gewohnheit“ auf – Fernsehen plus Handy – und gewann echte Freizeit zurück.
Ihr Fazit nach einem Jahr: „Ich ging gestärkt, mutiger und selbstbewusster aus dem Experiment hervor.“
Ein schöner Nebeneffekt: Wenn die Hände Mehl oder Ton an sich haben, ist kein Platz mehr für das Smartphone. Sie entdeckte: „Man hat mehr Einfluss auf das eigene Leben und weniger Stress, wenn man seine Energie auf neue Fähigkeiten richtet – statt auf den Algorithmus in den sozialen Medien.“
Warum Hobbys in der Lebensmitte so wichtig sind
Die Lebensmitte ist eine Phase der Neuorientierung. Kinder gehen aus dem Haus, Partnerschaften verändern sich, der Beruf verliert vielleicht an Bedeutung oder Druck. Gleichzeitig entsteht neuer Freiraum – zeitlich wie emotional. Doch was fangen wir damit an? Vielleicht hast auch du dir diese Frage schon einmal gestellt.
Hobbys sind hier mehr als nur Freizeitbeschäftigungen. Sie sind Strukturgeber, Sinnstifter, Identitätsanker. Das bestätigt auch eine große Übersichtsstudie der Purdue University in den USA. In der Metaanalyse werteten Forscher 37 Studien mit über 11.000 Menschen aus vier Jahrzehnten aus. Ihr zentrales Ergebnis:
Je mehr und je vielfältiger die Hobbys, desto zufriedener waren die Menschen mit ihrem Leben.
Und: Nicht die Menge der Zeit war entscheidend, sondern die Regelmäßigkeit und Abwechslung. Drei verschiedene Hobbys, die du häufiger machst, bringen mehr Zufriedenheit als ein einziges Hobby, dem du selten nachgehst.
3 Hobbys, die jede Frau Ü50 haben sollte
Besonders profitieren übrigens Menschen im Ruhestand. Kein Wunder: Wer plötzlich nicht mehr beruflich eingebunden ist, braucht andere Strukturen. Hobbys können dabei helfen, den Tag sinnvoll zu gestalten – und das Selbstwertgefühl zu erhalten oder sogar zu stärken.
Drei Hobbys, die jede Frau in der Lebensmitte haben sollte (laut Marina Cooley):
1. Eines für den Kopf – z. B. Schach, Sprachen lernen, Lesen oder Mahjong spielen
2. Eines für die Kreativität – z. B. Töpfern, Malen, Schreiben, Gartenarbeit
3. Eines für die Bewegung – z. B. Tennis, Wandern, Yoga
Das Schöne: Du musst dich nicht entscheiden. Du darfst ausprobieren. Du darfst wechseln. Du darfst Pause machen und neu beginnen. Dein Leben ist kein gerader Weg – warum sollte es dein Freizeitverhalten sein?

Fazit: Dein Glück liegt nicht auf dem Sofa
Natürlich darfst du dich mal ausruhen. Natürlich ist ein Serienabend völlig okay. Aber wenn du spürst, dass dich das auf Dauer nicht erfüllt, dann schau genauer hin. Vielleicht wartet irgendwo ein neues Hobby auf dich – oder ein altes, das du wiederentdecken darfst.
Glück entsteht oft nicht durch große Lebensveränderungen, sondern durch viele kleine Impulse: ein kreativer Nachmittag, eine Stunde im Park, ein neuer VHS-Kurs, ein Gespräch beim Töpferkurs.
Also los: Worauf hättest du Lust? Was wolltest du schon immer mal machen? Woran hast du als Kind Freude gehabt und würdest es jetzt gerne wieder aufleben lassen?
Probier dich aus! Es muss kein Solo sein (so wie bei mir damals im Flötenkreis) – aber wenn doch, dann tanz und spiel es mit ganzem Herzen! Es gibt kein Limit und du muss niemandem etwas beweisen, schon gar nicht dir selbst. Probier einfach Dinge aus, die dir Spaß machen!
Mein Angebot für dich
Du willst raus aus dem „Ich müsste mal wieder…“ und rein ins echte Ausprobieren?
In meinem Coaching begleite ich Frauen in der Lebensmitte dabei, neue Interessen zu entdecken, alte Leidenschaften wiederzubeleben – und ihr Leben mit mehr Freude, Leichtigkeit und Sinn zu gestalten.
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